Traumatherapie

Relief by Hartwig HKD is licensed under CC BY-ND 2.0

Ist eine Person ohnmächtig und hilflos einer emotional oder körperlich belastenden Situation ausgesetzt und kann diese nicht selbst verarbeiten, dann spricht man von einem Trauma. Diese Situation wirkt belastend auf das Leben der betroffenen Person. Die Reaktionen von Traumatisierten können Gefühle von intensiver Angst, Hilflosigkeit sowie Entsetzen beinhalten. Das Spektrum ist vielfältig.

Einige Ereignisse die zu einem Trauma führen können sind:

  • Naturkatastrophen
  • Vernachlässigungen in der Kindheit
  • Vergewaltigung, Missbrauch
  • Unfälle
  • Operationen
  • Kranke, psychisch kranke oder süchtige Eltern
  • Erkrankungen in der Kindheit
  • Gewalt
  • Miterleben von Gewalt als Zeuge
  • Krieg, Vertreibung, Folter, Anschläge
  • Verluste von geliebten Menschen oder Tieren
  • Mobbing
  • Trennung
  • Traumafolgen als Helfer
  • Geburtserlebnisse…

Wieso entsteht ein Trauma?

Weg nach Mittelerde? by tiegeltuf is licensed under CC BY-SA 2.0

Während des negativen Erlebnisses kommt es durch die massive Ausschüttung von Stresshormonen zu einer Fehlfunktion im Hirn. Die eintreffenden Sinneseindrücke können nicht im Gesamtzusammenhang eingebettet werden. Aufgrund dieser Fehlfunktion wird die räumliche und zeitliche Aufnahme extrem gestört. Demzufolge werden die Sinneseindrücke zusammenhangslos als Informationsfragmente vom Betroffenen wahrgenommen. Sie werden nicht in das Bewusstsein, dem expliziten Gedächtnis, eingespeist und auch nicht gespeichert. Das explizite Gedächtnis, welches auch das autobiographische Gedächtnis enthält, drückt sich über die Sprache aus. Ganz im Gegenteil, schwirren diese Sinneseindrücke raum- und zeitlos im impliziten Gedächtnis herum und bleiben fragmentiert. Das implizite Gedächtnis wirkt sich auf Erleben und Verhalten des Menschen aus, ohne dabei ins Bewusstsein zu treten. Bei einem Flashback werden diese fragmentierten Gedächtnisinhalte aktiviert, so als geschehen sie gerade jetzt. Man kommt an diese fragmentierten Erinnerungen nicht über die Sprache ran und wendet daher EMDR und Brainspotting an. Alles sprechen über das Ereignis hilft nur sehr bedingt.

Trauma-Symptome:

Die Symptome können sich sehr vielfältig äußern. Oft werden die Symptome auch ausgelöst durch eine unbewusste Reaktivierung des Traumas durch sogenannte Trigger. Ferner zeigt das Stresssystems von Traumatisierten eine erhöhte Aktivität und führt zu einigen Begleitsymptomen.

Verschiedenartige Symptome, die bei einem Trauma auftreten können:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gefühl der Lähmung oder Erstarrung
  • Gefühl der Leere oder Gefühllosigkeit
  • Chronische Erschöpfung und Schlafstörungen
  • Schmerzzustände ohne medizinischen Befund
  • Arbeitswut oder Rückzugstendenz
  • Gedächtnislücken
  • Suchtverhalten
  • Beziehungsprobleme
  • Wut
  • Gestiegene Wachsamkeit gegenüber Gefahrenreizen
  • Leicht zu erschrecken
  • Emotionale Taubheit
  • Panikattacken, Angst, Zwang, Selbstverletzendes Verhalten, Albträume sowie dissoziative Zustände können Merkmal eines Trauma sein
  • Flashbacks können durch Trigger ausgelöst werden
  • Vermeidungsverhalten bezüglich Allem, was an das Trauma erinnert
  • Trigger können Erinnerungen an die traumatische Situation auslösen

Therapeutische Behandlung von Traumata:

Mein Ziel ist es, mit Hilfe der therapeutischen Verfahren, eine geordnete Verarbeitung des Traumas bzw. der Traumata zu erreichen und auf diesem Wege die Symptome zu verringern bzw. aufzulösen. Das Vorgehen erfolgt in mehreren Phasen.
In der Stabilisierungsphase helfe ich Ihnen Ihre Sicherheit aufzubauen.
Ich informiere Sie über die Entstehung eines Traumas und die Begleiterscheinungen, sowie das therapeutische Vorgehen, um ein Trauma aufzulösen.
Imaginationsübungen, die ich einsetze, helfen Ihnen mit der Symptomatik von Flashbacks, Albträumen und deren körperlichen Begleiterscheinungen besser umzugehen.

Oregon Dunes by Theo Crazzolara is licensed under CC BY 2.0

Die verschiedenen Stabilisierungsübungen, die Sie auch Zuhause anwenden können, verstärken Ihre Heilung. Sie übernehmen Eigenverantwortung und stärken damit Ihre Kompetenz, Ihre Kraft und Ihr Selbstbewusstsein. Sie sind nicht mehr hilflos.
Die Ressourcenaktivierungsphase bewirkt Ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Des Weiteren erleichtern Ressourcen den Umgang mit Alltagsproblemen und helfen bei der Verarbeitung von belastenden Erfahrungen. Ich wende viele abwechslungsreiche Methoden in der Ressourcenaktivierungsphase an.
Die Stabilisierung und die Ressourcen werden in der gesamten Therapiezeit immer wieder aktiviert.
Die Trauma-Verarbeitung erfolgt mit EMDR, Brainspotting und Hypnose. Mit der EMDR-Methode und Brainspotting können die Selbstheilungskräfte des Gehirns aktiviert werden. Dabei wird die Verarbeitung der belastenden Erinnerung angeregt, beschleunigt und die fehlgespeicherten Informationen werden auf eine positive Weise integriert. Natürlich kann man das negative Erlebnis nicht ändern, aber die negativen Gefühle und Emotionen sowie die negative Kognition haben sich neutralisiert. Sie haben dann die Chance ein glückliches und zufriedenes Leben führen. Je nach Trauma ist es auch möglich, gewisse Anteile in der Hypnose aufzuarbeiten.